Unternehmer geben Industriestandort Deutschland historisch schlechte Noten

Quelle: Gettyimages.ru Symbolbild
In einer Standort-Umfrage der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK), die der Welt am Sonntag vorliegt, bekommt die deutsche Wirtschaftspolitik historisch schlechte Noten.
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Laut dem Bericht der Welt am Sonntag bewerten Unternehmer die Wirtschaftspolitik der aktuellen Bundesregierung schlechter als die aller Regierungen unter Angela Merkel (CDU). Den Ergebnissen zufolge gibt es lediglich die Schulnote 4,8, also fast eine 5, was so viel wie mangelhaft bedeutet.
“Hausgemachte Probleme”
Wie die Welt am Sonntag
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Und weiter:
Der Welt am Sonntag
“Das kann sich unser Land nicht leisten, wenn wir es mit der Zukunft der Industrie am Standort Deutschland und deren Transformation in Richtung Digitalisierung und Dekarbonisierung ernst meinen.”
Laut Wansleben sind die Erwartungen an Wirtschaftsminister Habeck für das Jahr 2024 hoch:
“Die Politik hat es weiterhin in der Hand, das Vertrauen der Unternehmen in den Standort Deutschland wieder zu stärken.”
Konkret sollte der “Pakt für Beschleunigung”, der Planungs- und Genehmigungsverfahren schneller machen soll, rasch in den Fachgesetzen umgesetzt werden, so der Verbandschef. Wansleben fügte hinzu:
“‘Solche Hoffnungszeichen sind in der schwierigen wirtschaftlichen Lage ganz wichtig’, sagt Wansleben. Dazu gehöre auch ein ‘deutlich ausgeweitetes Bürokratieentlastungsgesetz’.”
Der Welt am Sonntag zufolge könnte das seit Langem angekündigte sogenannte Wachstumschancengesetz für eine bessere Stimmung in der Wirtschaft sorgen, wenn es zügig käme.
Der Gesetzentwurf sieht unter anderem großzügigere Abschreibungsregeln und eine Investitionsprämie vor. Doch zuletzt, so die Zeitung weiter, zeichnete sich allerdings ab, dass von dem versprochenen “ambitionierten Steuerprogramm” nicht viel übrig bleibe.