Profitabler Familienladen hält US/NATO-Kriege am Laufen

Quelle: Legion-media.ru Symbolbild
Von Rainer Rupp
Analyse Warum die USA wollen, dass Kiew ein weiteres Jahr kämpft
Auch die deutschen Regierungssender ARD, ZDF, DLF, DW
Analyse Rainer Rupp: Plant Kiew bereits die nächste Frühjahrsoffensive?
Viel vorteilhafter sei deshalb, so das ISW, der Ukraine jetzt weiter dabei zu helfen, die Kontrolle über ihr gesamtes oder den größten Teil ihres Territoriums zurückzugewinnen, da dies die russischen Streitkräfte wieder weiter nach Osten zurücktreiben würde. Außerdem würde …:
“… die Unterstützung der Ukraine bei ihrem Sieg und die anschließende Hilfe beim Wiederaufbau die größte und kampfkräftigste, mit den USA befreundete Militärmacht auf dem europäischen Kontinent hervorbringen. Die Ukraine wird an der Spitze der Verteidigung der NATO (im Osten) stehen, unabhängig davon, ob sie letztlich dem Bündnis beitritt oder nicht.”
Diese ISW-“Analyse” wurde vorgelegt von der wohl einflussreichsten US-Kriegstreiber-Familie, den Kagans. Das US-Magazin Politico veröffentlichte im Jahr 2014 eine Liste der fünfzig einflussreichsten Personen in Washington. Darunter befanden sich im Doppelpack die stellvertretende US-Außenministerin für europäische und eurasische Angelegenheiten, Victoria Nuland, und ihr Ehemann, Robert Kagan, leitender Mitarbeiter der weltweit bekannten Denkfabrik “Brookings Institution” und führender Neokonservativer der ersten Stunde. Das heißt, dass Robert Kagan mitverantwortlich für die Lügenpropaganda zur Führung der US-Kriege nach dem 11. September ist – von Afghanistan über Irak bis zu Syrien.
Victoria Nuland: USA haben ukrainische Gegenoffensive “seit Monaten” vorbereitet
Die Russen fressende Victoria-(Fuck-the-EU)-Nuland, deren jüdische Eltern sich aus der Sowjetunion in die USA abgesetzt hatten, hat offensichtlich deren Hass auf alles Russische geerbt. Nuland ist die Architektin des Kiewer Maidan. Der hatte den blutigen Sturz der letzten, demokratisch gewählten Regierung in der Ukraine durch rechtsextreme und faschistische Gewalttäter hervorgebracht. Die jahrelange Vorbereitung des Putsches hatte sich Washington laut Nulands eigenen Angaben fünf Milliarden US-Dollar kosten lassen.
In dem oben bereits erwähnten Politico-Beitrag von 2014 wurde das Ehepaar Robert Kagan und Victoria Nuland schon damals als das “ultimative amerikanische Power-Paar” bezeichnet. Unter dem Titel: “Ein Familiengeschäft mit endlosem Krieg” schrieb ein Jahr später der investigative US-Reporter Robert Parry, der in den 1980er-Jahren den Iran-Contra-Skandal enthüllt hatte, auf dem Online-Format ConsortiumNews, dass Victoria Nuland und Robert Kagan …
“… einen großartigen Familienladen am Laufen haben. Vom Außenministerium aus löst sie die Kriege aus, und auf den Kommentarseiten großer Medien fordert er den Kongress auf, mehr Waffen zu kaufen. Das zahlt sich auch für den Familienladen aus, wenn die dankbaren Unternehmen des Militärisch-Industriellen-Komplexes viel Geld für Studien in Denkfabriken investieren, in denen andere Kagan-Familienmitglieder arbeiten.”
Seither hat sich die destruktive Macht der Kagan-Familie noch vervielfacht. Weiter oben in diesem Artikel haben wir viel über den Einfluss erfahren, den das ISW mit seinen “Analysen” nicht nur in den USA, sondern auch in Europa bei führenden Medien und Politikern genießt. Der geneigte Leser erahnt wahrscheinlich bereits, wer das ISW leitet. Richtig! Ein Mitglied der Kagan-Familie, nämlich die Expertin für Militärgeschichte Kimberly Kagan, die das Institut bereits 2007 in Washington gegründet hat. Sie ist die Ehefrau von Frederick Kagan, ebenfalls Militärhistoriker und ehemaliger Professor an der US-Militärakademie in West Point und mit dem erzreaktionären “American Enterprise Institute” verbunden.
Nach diesem kleinen Einblick in die Struktur des ISW lesen wir die Schlussfolgerung, die Frederick Kagan drei Tage nach dem bereits oben zusammengefassten Artikel vom 14. Dezember auf der Webseite der professionellen Kriegslügenschleuder ISW veröffentlicht hat:
“Die wiederholte Rhetorik des Kremls über seine feindseligen Absichten gegenüber der NATO in Verbindung mit den potenziellen, zukünftigen militärischen Fähigkeiten Russlands im Falle eines russischen Sieges in der Ukraine stellt eine glaubwürdige – und kostspielige – Bedrohung für die Sicherheit des Westens dar. Wenn Russland in der Lage wäre, sein erklärtes Maximalziel der vollständigen Kapitulation der Ukraine zu erreichen, was wahrscheinlich zu einer russischen militärischen Besetzung der Ukraine führen würde, wäre Russland in der Lage, Truppen bis an die NATO-Grenze vom Schwarzen Meer bis zum Arktischen Ozean zu stationieren.”
Weiter heißt es: “Der plötzliche Zusammenbruch der westlichen Hilfe würde wahrscheinlich früher oder später zu einem Zusammenbruch der Fähigkeit der Ukraine führen, das russische Militär aufzuhalten. Angesichts der nachgewiesenen feindseligen Absichten Russlands gegenüber der NATO und ihren potenziellen militärischen Fähigkeiten entlang fast der gesamten Ostgrenze der NATO wäre der Westen gezwungen, sich auf die Verteidigung gegen ein mögliches russisches Vorgehen gegen die NATO vorzubereiten. Die Kosten für diese Abwehrmaßnahmen wären astronomisch hoch und würden wahrscheinlich mit einer Periode sehr hoher Risiken einhergehen. Die weitere Unterstützung für die Ukraine bietet daher dem Westen die beste Möglichkeit, diese Kosten und die Ausweitung der russischen Bedrohung zu vermeiden.”
Meinung Der Dritte Weltkrieg kommt näher – genau wie geplant
Derweil mehren sich in europäischen und US-amerikanischen Medien die Stimmen, den “westlichen Politikern” die Schuld an der zunehmenden Kriegsmüdigkeit der Bevölkerung in den NATO-Ländern geben. So warf etwa ein Kommentar in der britischen Financial Times (FT) den Staats- und Regierungschefs des Westens vor, ihren Bürgern aus “reinem Populismus” weisgemacht zu haben, dass eine Lösung des Ukraine-Konflikts (also der Sieg der Ukraine) “einfach” und schnell vonstattengehe, solange der Westen Kiew mit ausreichend Waffen und Geld versorgen würde.
Tatsächlich aber sei die EU unter anderem unfähig, ihr Versprechen zu erfüllen, der Ukraine eine Million 155 mm Artilleriegranaten zu liefern, denn die Produktionskapazitäten in EU-Ländern reichen nicht einmal für einen nennenswerten Bruchteil der versprochenen Menge aus. Aber nicht nur die Öffentlichkeit sei am Konflikt in der Ukraine immer weniger interessiert, sondern der FT-Autor stellte auch eine “offensichtliche Veränderung” im westlichen Diskurs fest, wobei sich die westlichen Medien zunehmend auf innenpolitische Streitigkeiten in der Ukraine konzentrieren und dabei Selenskij zunehmend negativ wahrgenommen werde.